Ich lehne träg am Tresenrand
und gähne ins Lokal.
Mein Blick streift die Vitrinenwand.
Das Bier schmeckt lau und schal.

Die Luft verquirlt durch Rotation
und bleibt doch stickig warm.
Ein Radio plappert monoton.
Am Ecktisch sitzt mein Schwarm.

Ein Neonlicht erhellt den Raum
und macht die Augen müde.
Das Fräulein scheint nicht abgeneigt,
doch leider bin ich prüde.

Der Kellner spült zwei Gläser ab,
und stellt sie auf ’s Tablett.
Die Kundschaft hält ihn nicht auf Trab.
Er freut sich auf sein Bett.

Ein Martinshorn schwillt nahend an
und kündet laut von Not.
Wir blicken stumm uns fragend an.
Leben oder Tod?

Das geht nun schon Jahrein, Jahraus,
in immer gleichem Trott.
Der Wirt löscht bald die Lichter aus.
Hier wird’s nie Polyglott.

Rechts den Wein und links das Rillo,
auf der Nas' die Sonnenbrillo.

So sitz' ich auf Lanzarote,
unten links die Hinkepfote.

Dies geschah, weil ungeschickt,
ich beim Strandlauf umgeknickt.

Ringsum haben sie gelacht.
Mir hat das nichts ausgemacht.

Denn die Lacher waren meißt,
aufgedunsen, jung vergreist.

So hat jeder sein Maleur.
Abends gibt's noch ein' Likör!