Sollte je mein Reim verfangen,
ähnlich wie in Zahnes Spangen

Reste sich vom Steak verheddern
weil die Zähne es nicht schreddern,

würde mich dies hold erwärmen,
mich von Robert Gernhardt schwärmen

- auch vor großem Publikum -
Robert – stimmt ´s -
das klingt nicht dumm?


Entnommen aus:
Manfred Röschlau
Bitte(r) Bös Artig
No Konsens Nonsens Gedichte
axel dielmann verlag, Frankfurt/M.
188 Seiten, 2007, 16,-EUR
ISBN 3 86638 124 7

An Goethe haben sich viele versucht.
Wahrscheinlich haben die meisten geflucht.

Das fängt doch schon bei seinem Namen an:
‚von’ Goethe, oe, und th, welch ein Schmarr’n.

Besonders das ‚von’ sorgt für große Distanz.
sich Goethe zu nähern, das schafft man nie ganz.

Sein Werk ist gewaltig und Ehrfurcht einflößend.
Verehrer verneigen sich, Häupter entblößend.

Die Lehre der Farben, sein Wissen um Pflanzen,
nur Teil seines Genius, des Großen und Ganzen.

Geheimrat, Minister und Damengeschichten.
Und zwischendurch immer mal Richten und Dichten.

Mal ehrlich, wie soll denn die Welt Ihn versteh’n.
Vielleicht war sein Leben ja nur ein Verseh’n.

Entnommen aus:
Manfred Röschlau
Bitte(r) Bös Artig
axel dielmann – verlag, Frankfurt/M
188 Seiten, 2007
ISBN 3 8 6638 124 7